Im Sommer 2026 ist es brüllend heiß, aber kurz bevor unsere Tour losgehen sollte, schlug das Wetter um: Es wurde regnerisch. Wir waren wieder mit Calimoto auf Carplay-Displays unterwegs und konnten insofern jeden Abend planen, wo es am nächsten Tag hingehen sollte. Sowohl die Strecke als auch die Übernachtung wurde somit sehr kurzfristig gesetzt, was ein großer Komfortgewinn ist. Eine weitere Prämisse bei dieser Tour war, dass wir von Anfang an auf eigenen Reifen unterwegs waren, die Sache mit dem Anhänger hat in diesem Jahr nicht geklappt. Und: Freund Hergo hatte sich angemeldet, den trafen wir unterwegs. Wir sind Kurven und Autobahnen gefahren in Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien. Geregnet hat es überall mal mehr oder weniger und das Thema Reifen war auch relevant, aber im Einzelnen:
Tag 1, Treffen und bis Nähe Nürnberg (Treuchtlingen)
Wir trafen uns um 11 Uhr in Malsfeld, dem Autohof, den wir schon oft als Treffpunkt verwendet hatten. Ich hatte Glück, dass ich trotz mächtiger Regengebiete trocken dort ankam, Andy hatte etwas weniger Glück. Die weitere Tour des Tages sollte große Stücke Landstraße enthalten aber auch etwas Autobahn, ansonsten wäre die Strecke zu lang für die verbliebene Zeit gewesen. Es hat immer mal wieder geregnet, das war aber an dem Tag alles erträglich. Abends schien sogar die Sonne und man konnte draußen essen.
In Treuchtlingen hatte ich Zimmer im Gasthof Goldenes Lamm vorgebucht, wo ich schon einmal bei einer Radtour an der Altmühl entlang übernachtet hatte. Sowohl die Radtour als auch der Gasthof sind sehr empfehlenswert.
Der Wetterbericht für die nächsten Tage verhieß nichts Gutes, mindestens drei Tage lang sollten große Regengebiete durchziehen. Wir beschlossen nach einiger Beratung, nicht gen Slowenien zu fahren wie es das eigentliche Ziel war, sondern möglichst fix nach Italien südlich des Appenin zu kommen, in der Hoffnung, dass dort der Regen etwas weniger intensiv sei. Also stand am nächsten Tag Autobahn an, da wir bis in die Gegend von Verona kommen wollten. Abends buchten wir dann also elektronische Pickerl für die österreichische Autobahn sowie die Maut für den Brenner. Das mit den Pickerl hat wohl funktioniert, das mit dem Brenner so mittel.
Tag 2, Treuchtlingen bis Nogarole Rocca (südlich Verona)
Heute sollte ein Autobahntag werden, yay … 🙄 Wir hatten knapp 560 km vor uns und es sollte regnen, was es dann auch ab Innsbruck tat. Die Sache mit dem Vorbuchen des Brenners ist mit einem Motorrad nicht so richtig ausgereift. Die Sache arbeitet mit Kennzeichenerkennung. Kommt das Kennzeichen, was man bei der Buchung eingegeben hat, vor die Kamera an der Mautstelle, geht die Schranke auf. Den Kameras, die von hinten filmen, scheint das System aber nicht so recht zu glauben – Schranke ging nicht auf. Die zweite auch nicht. Dann stand ich an der Stelle, wo man bezahlen sollte und zog mir schon fluchend die Handschuhe aus. Zack, Schranke ging auf. Andy musste hingegen wirklich zahlen, konnte im Nachhinein aber das Ticket geltend machen.
Der Verkehr auf dem Brenner lief noch einigermaßen aber es wurde immer voller. Es staute immer wieder und wir nutzten den Standstreifen, um vorbei zu kommen. Zwischen Brixen und Bozen fuhren wir zwecks Pause und tanken auf eine Tankstelle. Meine BMW fing dort dann an, rot zublinken und erheblichen Druckverlust im Vorderreifen anzumahnen. Oh oh … Immerhin konnten wir von Glück sagen, dass wir gerade hier rausgefahren waren und nicht mitten auf der Autobahn liegengeblieben waren. Es stellte sich heraus, dass ich mir ein Souvenir vom Standstreifen mitgebracht hatte. Wie man an dem Skorpion sieht war der Reifen fast neu.

Was auch immer das für ein Teil war. Andy hatte ein Notfall-Flickset mit, aber bevor wir etwas beschließen konnten kam der Kassierer raus, schaute sich das an, winkte mich in den Kassenraum und bot mir ein solches Flickset zum Verkauf an. Natürlich kaufte ich das Ding, woraufhin der Mensch seine Hilfe anbot, was ich sehr gerne annahm. Wenn man das noch nie gemacht hat, wie ich: In dem Paket sind diverse Dornen und Zangen sowie ein paar Streifen spezieller Gummi/Kautschuk. Das Prinzip ist: Fremdkörper rausoperieren, Loch mit der Reibahle vergrößern, Gummistreifen mit Lösungsmittel einbringen, so dass er innen und außen übersteht, aber das Loch einigermaßen verschließt und vulkanisiert. Dann den äußeren Überstand mit einem Teppichmesser (auch dabei) abschneiden. Das sieht brutal aus, wirklich. Aufpumpen, Dichtigkeitsprobe mit Wasser: Nix blubbert.
Ich gab ein großzügiges Trinkgeld und bedankte mich sehr, ich hätte vermutlich die zehnfache Zeit und mehr Schweiß verbraucht. Die Weiterfahrt gestaltete sich unaufgeregt, der Regen ließ nach und der Reifen fuhr, als ob nix gewesen wäre. Kein Druckverlust, kein Hoppeln.
Wir landeten in der Albergo Corte della Rocca Bassa, wo wir schon mehrere Male übernachtet hatten. Das erste Mal gab es noch ein hervorragendes Restaurant, das letzte Mal im Jahr zuvor aßen wir in einer Pizzeria an einem See mit erstaunlich vielen und großen Mücken. Vorteil bei Regenwetter: Keine Mücken! Wir ließen uns ein anderes Restaurant empfehlen, liefen dorthin (guter km) und genossen einen schönen Abend bei leckerer Pizza, kaltem Bier und schließlich Hauswein in eine Karaffe gezapft. Mit Espresso kamen wir auf eine Gesamtrechnung von 60 € inklusive Trinkgeld – enorm günstig! Im Nieselregen ging es zurück zum Hotel.
Tag 3, Nogarole Rocca bis Borgo a Mozzano
Zuerst wollte ich versuchen, einen neuen Reifen zu bekommen. Die Luft hielt zwar, aber richtig wohl war mir nicht damit. In Mantua gab es eine BMW-Niederlassung, die sowohl Autos als auch Mopeds anbot. Dahin und nach Reifen gefragt. Nein, hätten sie nicht, aber einen Moment … wir warteten etwas ungewiss, wie es weiter geht. Leider reicht mein Italienisch nicht, um solche Situationen zu diskutieren. Nach einer Weile empfahl man uns einen Reifenhändler in der Gegend und wollte anrufen für einen Termin. Das dauerte wieder und schließlich stellte sich heraus, dass er Betriebsferien hatte. Bald kam man mit einer anderen Empfehlung, einem Reifenhändler in Goito, einem Nachbarort. Der hätte geöffnet und wohl auch die Reifen da. Ich hätte zwar irgendwas ähnliches genommen, aber am liebsten hätte ich schon wieder die Pirelli Scorpion Trail 2, die auch hinten drauf sind, ebenfalls quasi neu. Aktuell sind die Trail 3, die Trail 2 sind also Glücksfall, wenn noch irgendwo im Regal. Wir fuhren dorthin und eine gute halbe Stunde später war ein Trail 2 aufgezogen und die Rechnung bezahlt, etwas günstiger als bei BMW in Deutschland. Übrigens regnete es die ganze Zeit, erst als wir beim Reifenhändler fertig waren, hörte es (vorerst) auf.
So, kein Regen mehr, neuer Reifen und Appenin vor uns (nach etwa 80 km Autobahn). Ist doch super, oder? Nun ja, die Wetterkarte verhieß wenig Gutes, aber wir wollten entscheiden, wenn wir bei Modena sind, ob wir Landstraße oder Autobahn weiterfahren. Die Entscheidung fiel dann leicht: Schwarze Wolken am Himmel und Regen. Also Autobahn Bologna – Florenz – Lucca. Und auf dieser Strecke hatten wir das schlimmste Wetter, was ich auf dem Moped bisher erlebt hatte. Sturzregen, Sturm, Blitz und Donner, alles fuhr maximal 50 mit Warnblinker. Wenn man unter einer Brücke herfuhr, gab es zu Anfang und zu Ende der Brücke einen Wasserfall (keine Übertreibung) des Regenwassers, das von der Brücke floss. Sagenhaft, aber immerhin war es mit knapp 20 Grad nicht kalt. Bei Pistoia hörte es dann nach mehr als 100 km auf zu regnen und ein bisschen Sonne kam heraus. Das war aber nur von kurzer Dauer, denn die letzten 50 km fuhren wir dann wieder im Regen. Der Wetterbericht verhieß für die nächsten Tage aber besseres Wetter.
Wir landeten im Ecohotel Milano in Borga a Mozzano, wo wir auch schon mal waren. Ein nettes und preis-wertes Hotel.
Wir beschlossen, zwei Nächte zu bleiben, was seitens des Hotels auch kein Problem war. Eigentlich wollten wir vor dem Abendessen noch zur lokalen Sehenswürdigkeit Ponte della Maddalena gehen (ca 45 Min eine Strecke), das fiel dann aber aus, weil es mal wieder regnete. Für morgen planten wir eine Rundtour aufgrund der das letzte Mal gefahrenen Strecke, die man in Calimoto gut als Orientierung nehmen kann. Das Stück Mini-Hoppel-Straße vom letzten Mal sparten wir aus.
Tag 4, Rundtour von/nach Borgo a Mozzano

Das war endlich ein schöner Mopedtag: Schönes Wetter, tolle Straßen und alles dabei: Kleine Straßen, breite Straßen, super Asphalt aber auch Ecken, wo man in die Gegend gucken kann. Abends diskutierten wir, wie es weiter gehen soll. Der Wetterbericht sah noch nicht so ganz gut aus. Hergo sollte übermorgen zu uns stoßen und da der ursprüngliche Plan war, nach Slowenien zu fahren und wir Hergo nicht die längste Anfahrt zumuten wollten, planten wir gen Norden, obwohl es mit Blick auf die Wetterkarte noch nicht ganz sauber aussah.
Und dann am Ende der Tour noch einen Blick auf die berühmte Brücke rechts in diesem Foto (im Schatten und klein, man muss schon draufklicken 😇 ):
Tag 5, Borgo a Mozzano bis Malo (Vincenza)
Das Wetter passt, das ist fein. Wir fahren ein Stück durch das Appenin nördlich, dann bei Modena auf die Autobahn und ab Verona wieder Landstraße. Wir ließen es gemütlich angehen, es gab einen Kaffee und auch eine längere Pause mit aufgeklappten Stühlen und Landschaftsblick. Die Straßen ab Verona waren allerdings recht schmal und manchmal auch zu schmal. 


In Malo angekommen war es sehr warm. Die schönen Ecken von Malo haben wir nicht gesehen (wenn es sie gibt). Das Hotel Albergo al Sole sieht sehr ansprechend aus und hat einen wunderbaren Restaurantbereich – der geschlossen war. Die Zimmer sind so naja: Oben unter dem Dach, der meiste Teil des Zimmers ist wegen niedriger Schräge nicht nutzbar, es gibt statt Fenster nur kleine Luken. Das Bad ist zwar behindertengerecht, aber ohne jeden Flair. Immerhin gibt es vier kleine Flaschen Bier für uns, woraufhin der Mensch, bei dem wir eincheckten, davonbrauste, nachdem er uns ein Restaurant in 20 Minuten Entfernung empfahl. Wir waren wohl die einzigen Gäste in dem Hotel? Jedenfalls ist der Laden nicht empfehlenswert, die Zimmer sind den Preis nicht wert und das Frühstück schämte sich, so genannt zu werden.
Wir wanderten zu der Trattoria Al Borghetto (Via Pace, 3, 36034 Malo VI, Italien, keine Website) und – Überraschung – aßen vorzüglich!
Für den nächsten Tag war das Zusammentreffen mit Hergo geplant, wir hatten drei Zimmer in einem Fleischereigasthof westlich von Villach gebucht.
Tag 6, Malo nach Kötschach-Mauthen
Das Wetter ist super und die Strecke an diesem Tag war eine der besten. Es war alles dabei, kleinste Straßen (wir sagten „Fahrradweg“) oben auf dem Berg mit unglaublicher Aussicht und schnell zu fahrende Passstraßen. Los ging es mit der kurvenreichen Auffahrt nach Romano d’Ezzelino. Die Straße oben dann bis zum und auf den Monte Grappa war eine Augenweide.
Später dann von Tovena hoch nach San Boldo, der Passo San Boldo: Ein unglaubliches Kunstwerk, was sich in einspurigen Tunneln (Ampel) den Berg hochschlängelt. Die Serpentinenkurven sind jeweils in Tunneln. 

Immer wieder Passstraßen, tolle Aussichten und zum Schluss dann noch der Plöckenpass.
Zwischendrin in einem schönen Tal und einer Seitenstraße klappten wir die Stühle auf einer Wiese unter einem Kastanienbaum auf und genossen endlich mal wieder eine Brot-Käse-Mittagspause.

Wir landeten im Gasthof Engl in Kötschach – ein sehr empfehlenswerter Gasthof für diese Gegend. Preiswerte Zimmer und gutes Essen, auch beim Frühstück gab es wirklich alles, was das Herz begehrt. Außerdem gab es eine Unterstellmöglichkeit für Mopeds unter dem Gasthof mit viel Platz aber geringer Deckenhöhe (deswegen haben Andy und ich jetzt beide eine Schramme im Visier). Aus irgendwelchen Gründen kannten andere Mopedfahrer den Gasthof auch, mehr als 20 mopedfahrende Kerle in verschiedenen Gruppen hatten den Gasthof zum Basislager erklärt und fuhren von dort vermutlich sternförmig Touren. Mit Blick auf das Wetter (in Slowenien sah es immer noch nicht gut aus) beschlossen wir, zwei Nächte dort zu bleiben. Hergo war inzwischen auch angekommen und es war ein netter und langer Abend. Die Kellnerin nannte alle, die keinen Schnaps mitbestellen wollten, „Schwachpresse“, was wir ziemlich lustig fanden. Mag am vorher schon stattgefundenen Alkoholkonsum gelegen haben… Andy hat beschlossen, auch neue Reifen haben zu wollen, allerdings nicht wegen eines Loches sondern weil sie schlicht zu abgefahren waren. Das war dann der Plan für den nächsten Tag.

Tag 7, Tour von und nach Kötschach-Mauthen
Es regnet bei 14 Grad, na super. Aber wir wollten eh nach Villah zu einem Reifenfritzen, bei dem Andy einen Termin gemacht hatte. Den Hinweg planten wir mit einem kleinen Abstecher nach Norden, den Rückweg mit einem Abstecher nach Süden inklusive Naßfeld-Pass. Der Wetterbericht meinte, der Regen sollte im Laufe des Tages abziehen. Tat er dann auch. Andy und Hergo warteten beim Reifenhändler und ich fuhr in die Innenstadt von Villach um dort einen Bäcker zu suchen. Das war schwieriger als gedacht, gelandet bin ich beim einem Biobäcker, wo ich Laugenbrezeln und Zimtschnecken erstand und dafür einen auch für Bio erstaunlichen Haufen Geld bezahlte. Wir verzehrten dies an einem Bach auf der Rücktour, die durchaus Spaß gemacht hat.
Das Restaurant in unserem Gasthof hatte an dem Tag Ruhetag. Es gab also auch kein Ankommbier, weswegen wir am Billa vorbeifuhren und einen Sixpack Bier erstanden. 
Wir hatten uns zum Abendessen die Pfeffermühle als Alternative ausgesucht, was eine hervorragende Wahl war: Besseres Essen als bei uns im Gasthof, sehr empfehlenswert.
Bei der Suche nach einer Unterkunft in Slowenien hatten wir unsere Mühe. Die Hotels waren dort alle extrem teuer, so dass wir schließlich ein Hotel bei Villach buchten, in dem Andy und ich schon mal waren. Von dort sollten dann Touren durch Slowenien starten.
Tag 8, Kötschach-Mauthen nach Villach
Das Wetter ist super und auch in Slowenien regnet es endlich nicht mehr. Schließlich sind wir bisher einen großen Umweg gefahren, weil es in Slowenien, wo wir eigentlich hinwollten, die ganze Zeit geregnet hat. Heute geht es in einem großen Bogen südlich durch Italien und Slowenien nach Österreich zurück nach Villach.

Slowenien ist toll! Es gibt ausgezeichnete Straßen, aber auch kleinere Wege, die dann hoch auf die Berge führen. Einer dieser Wege führte uns zu einer Kapelle mit Bank davor und sagenhafter Aussicht. Glücklicherweise hatten wir vorher schon Brot/Käse erstanden und so konnten wir dort eine Mittagspause mit Ausblick genießen.
Zwei weitere Dinge muss man an Slowenien noch erwähnen: Der Sprit ist dort etwa 60 Cent billiger als in Deutschland und alle Nase lang gibt es Radarfallen, die oft auch funktionieren und manchmal auch Mopeds von hinten fotografieren. Andy kann ein Lied davon singen, er hat etwas bezahlt. Da er hinten fuhr war er wohl schneller als Hergo und ich, bei uns beiden ist nichts angekommen.
Wir landeten dann im Bacherwirt, wo wir Zimmer gebucht hatten. Die gute Erinnerung, die Andy und ich an den Gasthof hatten, verwässerte etwas. Andy und Hergo hatten Zimmer mit Badewanne statt Dusche, und das zu fürstlichen Preisen. Ich hatte Glück mit einer Dusche und Andy konnte wechseln, immerhin. Wir konnten Abends draußen sitzen und die Bedienung dort ist etwas rustikal. Fast muss man sich entschuldigen, wenn man etwas bestellen möchte, so herablassend ist speziell ein Kellner dort. Markenzeichen hin oder her, aber gastfreundlich sieht etwas anders aus. Obwohl das alles nicht perfekt war haben wir dennoch eine zweite Nacht gebucht, einfach weil es dort eine gute Basis für Slowenienfahrten ist.
Tag 9, Rundtour ab und nach Villach
Noch eine Tour nach Slowenien ist geplant. Hier zeigt sich der Nachteil des selben Startpunkts: Große Teile, etwa ein Drittel, der Strecke sind wir am Vortag schon gefahren. NIcht schlimm, weil tolle Strecke und wieder gutes Wetter mit ein paar Schleierwolken, am Nachmittag zieht es sich zu. Mittags gab es Käse/Brot an einem Wehr in einem Fluss. 
Highlight heute war der Seebergsattel, der auf der Grenze zwischen Slowenien und Österreich liegt. Hergo wird am nächsten Tag gen Heimat aufbrechen, weil ihn Termine rufen. Andy und ich wollen es langsam angehen lassen.


Tag 10, Villach nach Neukirchen/Vöckla

Hergo brach nach dem Frühstück auf, vielleicht wollte er sogar ohne Übernachtung durchfahren (Spoiler: ja). Andy und ich fuhren nochmal die Nockalmstraße. Ich hatte das als etwas unspektakulär in Erinnerung – wie man sich täuschen kann! Diese Straße ist auf jeden Fall ihr Geld wert, sowohl vom Fahrspaß als auch von der gebotenen Aussicht! In einem Restaurant an der Nockalmstraße aßen wir leckeren Apfelstrudel und erstanden Brot und Wurst für ein späteres Mittagessen. 





Auch der Sölkpass danach hat Spaß gemacht, danach ging es etwas zu sehr geradeaus. Zwischendurch hatte es 30 Grad. Dunkle Wolken drohten, aber genau dann, als wir unter dem Sonnenschirm auf der Terrasse des Böckhiasl saßen fing es an zu schütten. Das war Glück.
Das Böckhiasl ist unser Tipp von allen Gasthöfen, in denen wir auf dieser Tour übernachten haben. Tolle Zimmer, ausgezeichnetes Essen und hervorragendes Frühstück – absolute Empfehlung!
Tag 11, Neukirchen/Vöckla nach Erlangen
Eine der schwierigsten Buchungen dieser Fahrt: Wir wollten in der Nähe von Erlangen/Nürnberg etwas finden, was aber nicht einfach war. Ein Laden war ausgebucht, weitere zu teuer. Ich fand eine Art Kongresshotel und buchte. Andy wollte in den bayrischen Hof in Erlangen, das war mir zu teuer. Als dann aber „mein“ Hotel mailte, dass sie leider kein Restaurant hätten und wir auf Maps auch nichts im Umkreis fanden, wurde es dann doch der bayrische Hof. Das war denn auch nicht so richtig der Hit, die Zimmer hatten eine Badewanne statt Dusche, aber glücklicherweise konnten wir noch tauschen. Für das Parken wollten sie 8 Euro pro Moped, dafür bekam man eine Karte, die die Schranke öffnete. Ein Moped passt allerdings nebenher. Frühstück verkaufen die dort für 18,50 € und das ist es wirklich nicht wert.


Fahrerisch ein unaufgeregter Tag, Landstraße mit leichten Kurven und nettes Wetter.
Abends aber waren wir, und das war wirklich ein Glücksgriff, in der Kitzmann Brauschänke um die Ecke. Draußen sitzen, gutes Essen und ausgezeichnetes Bier und enorm fixe Bedienung. Wir waren dann unter den letzten, die gingen. 
Tag 12, von Erlangen nach Hause
Wir fuhren noch bis zur A7 zusammen und trennten uns dort. Immerhin hatte uns Calimoto noch eine Mainfähre spendiert, das war nett. Andy fuhr Autobahn nach Hause, ich noch bis Wetzlar Landstraße. Das war auch eine sehr schöne Strecke, aber ich hatte dann anschließend doch etwas
Ich hatte zu Hause dann etwa 4500 km auf der Uhr, das dürfte Rekord sein und beigetragen hat natürlich, dass wir diesmal ohne Anhänger unterwegs waren.

Fazit: Eine schöne Tour mit wunderbaren Momenten und sehr schönen Strecken. Was wir beide wirklich nicht gebraucht haben ist der Sturzregen in Italien, auch den Regen an den anderen Tagen hätten wir uns gerne erspart. Gelohnt hat sich wieder einmal die Kombination aus Calimoto und den Carplay-Displays (natürlich kann man sich auch das Smartphone an den Lenker klemmen, ist dann bloß kleiner) und das abendliche Planen des nächsten Tages. Und wenn man mal ohne Anhänger unterwegs ist, lernt man den Komfort eines Anhängers erst zu schätzen.
Auf die Kurve!